Inkontinenz bei Männern

Inkontinenz ist das Unvermögen, Harn oder – in selteneren Fällen – Stuhl zu halten und kontrolliert abzugeben. Die Ursachen können vielfältig sein. Meist funktioniert das fein abgestimmte System aus Blasenmuskulatur, Schließmuskeln und Beckenbodenmuskulatur nicht mehr richtig.

Die Harninkontinenz, umgangssprachlich auch als „Blasenschwäche“ bezeichnet, ist die häufigste Form der Inkontinenz. Je nach Art und Entstehung unterscheidet man zwischen Drang-, Belastungs-, Reflex- und Überlaufinkontinenz sowie der extraurethralen Inkontinenz.

Wie viel Urin dabei unkontrolliert ausgeschieden wird ist nicht entscheidend für die medizinische Diagnose einer Inkontinenz. Entscheidend ist der Verlust der Kontrolle darüber.

Inkontinenz ist keine Frauenkrankheit! Auch Männer können betroffen sein.

Mögliche Ursachen für eine Inkontinenz bei Männern

  • Prostatavergrößerung (Benigne Prostatahypertrophie – eine der häufigsten Erkrankungen des Mannes, die in der Regel zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auftritt)
  • Prostataentzündung
  • Prostataoperation (Verletzung des Schließmuskels der Blase)
  • Schwacher Beckenboden, Muskelschwäche
  • Nervenverletzungen und -reizungen
  • Blasenerkrankungen (Zystitis, Steine), Reizblase
  • Lageveränderung der Blase
  • Neurologische Erkrankungen, wie Multiple Sklerose, Parkinson, Alzheimer, Schlaganfall
  • Diabetes
  • Bandscheibenvorfall
  • Verletzungen des Rückenmarks
  • Chronische Infektionen
  • Strahlenblase, Chemotherapie
  • Medikamente, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Diuretika
  • Psychische Ursachen

Die verschiedenen Inkontinenz Arten

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Weitere Inkontinenzarten sind die Reflexinkontinenz – Verlust der Blasen-Schließmuskel-Koordination aufgrund von Nervenstörungen – , die Überlaufinkontinenz – die Blase kann sich nicht mehr richtig entleeren und ist längerfristig übermäßig voll – und die extraurethrale Inkontinenz (Harnverlust über Haut, Anus oder Scheide).