Vorzeitiger Samenerguss

Definitionsgemäß versteht man unter dem frühzeitigen Samenerguss eine dauerhaft oder oft wiederkehrende Ejakulation bei sexueller Stimulation vor oder innerhalb von einer Minute nach dem Eindringen in die Vagina, die fehlende Möglichkeit, den Samenerguss immer oder in den meisten Fällen zu verzögern, und die daraus entstehende psychische Belastung, Enttäuschung sowie Vermeidung sexueller Aktivität.

Frühzeitiger Samenerguss wird erst dann als sexuelle Störung aufgefasst, wenn die oben genannten Kriterien erfüllt sind. Die Ursachen liegen in einem neurobiologischen Phänomen, wodurch es zur raschen Ejakulation kommen kann, und sind keine rein psychologischen Probleme.

Bei aller Unterschiedlichkeit sind den meisten Definitionen der Ejaculatio praecox folgende drei Punkte gemeinsam:

  • unzureichende Kontrolle der Ejakulation
  • Leidensdruck bei einem der Partner (unabhängig davon, ob hetero- oder homosexuell)
  • verkürzte intravaginale Latenzzeit (innerhalb von einer Minute)