Glossar

ADH:
Antidiuretisches (die Harnausscheidung dämpfendes) Hormon

Analgesie:
Schmerzunempfindlichkeit

Analgetika:
Schmerzmittel

Anamnese:
Erhebung der Krankheitsgeschichte

Androgene:
männliche Sexualhormone

Anticholinergika:
Mittel zur Behandlung der Dranginkontinenz. Diese können den Urinverlust bei überfallartigem Harndrang mindern.

Antiphlogistika:
entzündungshemmende Arzneimittel

Anurie:
Reduzierung der Harnmenge auf weniger als 100 ml täglich.

Atrophie:
Gewebsschwund

Augmentation der Blase:
Operative Vergrößerung der Harnblase durch ein Darmsegment. Kapazität der Blase wird vergrößert und der Innendruck gesenkt.

Beckenboden:
Muskeln zwischen den Beckenknochen, die die Organe des unteren Bauraums tragen und die Bauchhöhle nach unten verschließen. Enddarm, Harnröhre und Scheide treten durch den Beckenboden. Er ist sehr wichtig für den Verschluss der Blase.

Benigne Prostatahypertrophie (BPH):
gutartige Prostatavergrößerung

Biofeedbacktraining:
Training, bei dem die Muskelfunktion aufgezeichnet und wiedergegeben wird. Die Muskelstärke, Muskelwahrnehmung und dadurch dessen Beeinflussbarkeit wird gesteigert.

Blasenmanometrie:
Blasendruckmessung; siehe auch Urodynamik

Blasenstein:
Harnstein (Ablagerung) in der Blase

Carcinom (CA):
Krebserkrankung des Epithelgewebes (Haut und Schleimhaut)

Candidose:
Infektionskrankheit durch Pilze der Gattung Candida

Chlamydiose:
Chlamydieninfektion; Schleimhautinfektion mit gramnegativen Bakterien

Cystitis, interstitielle:
chronische, abakterielle Blasenentzündung

Cystoskopie:
Blasenspiegelung

Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie:
Blasenfunktionsstörung, bei der eine mangelnde Koordination von Blasenmuskulatur und Harnröhrensphinkter vorliegt.

Dranginkontinenz:
Starker, teilweise zwanghafter, schmerzhafter Harndrang verbunden mit unwillkürlichem Harnverlust.

Harnleiter:
leiten den Harn aus den Nieren in die Blase ab

Enuresis:
Erneute Einnässen bei Kindern, die bereits gelernt hatten, ihre Blase kontrolliert zu entleeren.

Extraurethral:
„Außerhalb der Harnröhre“. Bei einer extraurethralen Inkontinenz wird der Harn nicht über die Harnröhre sondern z. B. über Scheide, Anus oder Haut ausgeschieden.

Kontinenz:
Fähigkeit zur Kontrolle von Stuhlgang und Wasser lassen

Kontraktion:
Zusammenziehen der Muskulatur

Miktion:
Entleeren der Blase

Miktionsfrequenz:
Anzahl der Blasenentleerungen/Tag (normal: 5-7 Entleerungen)

Miktionstagebuch:
In einem Miktionstagebuch werden alle Blasenentleerungen, ob gewollt oder ungewollt, und auch die Trinkgewohnheiten erfasst. Das Tagebuch dient als Basis für Verhaltensänderungen und zum Blasentraining.
Tagebücher finden sich z. B. auf den Seiten der Deutschen Kontinenz Gesellschaft: Tagebuch für Erwachsene, Tagebuch für Kinder, Stuhltagebuch

Neurogene Detrusor-Hyperaktivität:
Verlust der Kontrolle über die Blasen- und Schließmuskelfunktion, ausgelöst durch eine Schädigung des Rückenmarks oder Leistungsstörung des Gehirns.

Obstipation:
Verstopfung

PDE-5-Hemmer:
Phosphodiesterase-5-Hemmer. Wirkstoffe zur medikamentösen Behandlung der erektilen Dysfunktion.PDE-5-Hemmer verstärken die durch sexuelle Erregung ausgelöste Entspannung der Muskulatur im Penis und ermöglichen so das Einströmen von Blut in die Schwellkörper.

Prostata:
Auch „Vorsteherdrüse“ genannt, liegt unterhalb der Harnblase beim Mann. Sie produziert den Großteil der männlichen Samenflüssigkeit. Mit zunehmendem Alter wird die Prostata größer und kann in manchen Fällen zu Problemen führen. Eine reglemäßige Kontrolle ist ab dem 45. Lebensjahr empfohlen, um mögliche Erkrankungen (z.B. Prostatakrebs) frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Prostataadenom:
Gutartige Vergrößerung der Prostata.

Reflex-Inkontinenz:
Unkontrollierte Entleerung der Blase. Gesteuert ausschließlich über Reflexe auf Rückenmarksebene, z. B. durch Schädigung im Rückenmark oder Gehirn.

Restharn:
Die Harnmenge, die nach einer Entleerung in der Blase verbleibt.

Sphinkter:
Blasenschließmuskel, sitzt am Ausgang der Blase.

Stress-Inkontinenz:
Durch den geschwächten Beckenboden, ist der Blasenverschluss gestört. Urinverluste treten beim Husten, Niesen, Hüpfen und körperlicher Anstrengung auf.

Urodynamik:
Eine Untersuchungsmethode, bei der mit Hilfe von Drucksonden und Elektroden die Funktionsweise der Harnblase untersucht wird.

Urogenitalsystem:
Harn- und Geschlechtsorgane

Fortsetzung folgt!