Wie macht sich Inkontinenz bemerkbar?

Es gibt mehrere Merkmale, wie Inkontinenz festgestellt und von einer Blasenschwäche abgegrenzt werden kann.

Symptome bei Frauen

  • unkontrollierter Abgang von Harn, Gas, festem oder flüssigem Stuhl
  • z.B. beim Lachen, Husten, Niesen, beim Treppenlaufen oder Springen
  • „Es läuft einfach weg …”

Die verschiedenen Inkontinenz Arten

Klicken Sie auf den entsprechenden Button für mehr Informationen zur Inkontinenz-Art.

Was sind die möglichen Ursachen für Inkontinenz bei Frauen?

  • Geburten (neurogenbedingt, über die Pudentusschädigung postpartal)
  • Wechseljahre, Hormonhaushalt, Nachlassen der Elastizität
  • Muskelschwäche, Schnitte, Dammrisse und Operationen
  • Blasenerkrankungen (Cystitis, Steine), Reizblase
  • Lageveränderung der Blase
  • Gebärmutter-Senkung oder Entfernung
  • Neurogene Ursachen wie Überleitungsstörungen in den Nervenbahnen, MS, Bandscheibenvorfall
  • Erkrankungen des Gehirns, z. B.: Morbus Alzheimer
  • Chronische Infektionen
  • Strahlenblase, Chemotherapie

Die Blase und der Beckenboden

Wenn die Blase normal funktioniert, wird sie im Alltag kaum wahrgenommen. Ein Großteil der Blasenfunktion läuft ohne unseren Willen ab. Während der Füllphase bewirkt in Koordination mit dem Gehirn der steigende Fülldruck die Freisetzung von Neurotransmittern. Diese Botenstoffe sorgen für eine Entspannung der Muskulatur, die für das Austreiben des Urins zuständig ist. Die Blase kann sich so weiter füllen. Bei ausreichender Füllmenge zieht sich der Detrusor zusammen und treibt den Harn aus. Die Schließmuskulatur entspannt.

Bei Inkontinenz meldet die Blase zu früh, dass sie gefüllt ist. Sie zieht sich ohne unseren Willen zusammen und entleert. Sehen Sie sich im folgenden das Video zum Beckenboden an: